Wie nachhaltig ist der neue Index Do Jones Sustainability Index World (DJSI World) wirklich? Andrew Murphy, Leiter der Bonner Vermögensverwaltung Murphy&Spitz AG, sieht die Auswahl der Unternehmen kritisch. Murphy kommentiert im Interview die Aussagen der Zürcher Investmentfirma RobecoSAM, die den Index herausbringt (wir berichteten).
ECOreporter.de: Im neu zusammengesetzten DJSI World sind auch Konzerne wie Bayer und Shell vertreten. Zur Erläuterung hieß es, „Das verstehen Fundamentalisten nicht“. Sind Sie einer dieser „Fundamentalisten“?
Andrew Murphy: Die Wortwahl „Fundamentalisten“ ist in heutiger Zeit wirklich deplatziert, die meisten assoziieren mit Fundamentalisten den Islamischen Staat, welcher sich übrigens maßgeblich über den Verkauf von Erdöl finanziert. Natürlich, Nachhaltigkeits-Experten, die ein stringentes, ernst gemeintes Nachhaltigkeitskonzept verfolgen, werden ein Investment in Öl- und Chemiekonzerne konsequent ablehnen. Das ist richtig. Fossile Energieträger sind und bleiben umweltschädlich bzw. –zerstörend. Konzerne wie Shell und E.ON, ein weiterer Neuzugang im DJSI World, gehören weltweit zu den größten Umweltsündern. Nicht nur „Fundamentalisten“ stufen diese Konzerne als nicht nachhaltig ein.

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Murphy&Spitz Green Bond Fund schüttet 4,23% aus
Der Murphy&Spitz Green Bond Fund hat im Dezember Zinserträge ausgeschüttet. Mit 4,23% je Anteil liegt die Ausschüttung über dem jährlichen Ziel von 4%.

