Nachhaltigkeit - Eine Definition

Der Gedanke der Nachhaltigkeit wurde erstmals Anfang des 18. Jahrhunderts von Hans Carl von Carlowitz in Bezug auf die Forstwirtschaft formuliert. Es dürfe nicht mehr Holz geschlagen werden als nachwächst. Er richtete sich mit seiner Forderung gegen die unkontrollierte Abholzung der Wälder, deren Holz zu dieser Zeit als Energiequelle und Werkstoff übermäßig genutzt wurde. Die heutige Bedeutung des Begriffes Nachhaltigkeit prägten die Vereinten Nationen 1987. Aufgabe der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung unter der Leitung der damaligen norwegischen Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland war es, eine Konsensformel zu finden, um die Zielkonflikte zwischen Umweltschutz und Entwicklung in Einklang zu bringen. Im Bericht der Kommission, dem so genannten Brundtlandtbericht, heißt es:

"Nachhaltige Entwicklung ist Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können."

Und weiter: "Im wesentlichen ist dauerhafte Entwicklung ein Wandlungsprozeß, in dem die Nutzung von Ressourcen, das Ziel von Investitionen, die Richtung technologischer Entwicklung und institutioneller Wandel miteinander harmonieren und das derzeitige und künftige Potential vergrößern, menschliche Bedürfnisse und Wünsche zu erfüllen."

Das Nachhaltige Investment berücksichtigt genau diese Zielsetzung der Förderung einer dauerhaften, nachhaltigen Entwicklung.