PHILOSOPHIE

Kernkompetenz von Murphy&Spitz ist das Know-How rund um umwelt- und sozialverträgliche Geldanlagen.
Doch wie kam es eigentlich zur Idee ein Unternehmen mit dem Geschäftsmodell nachhaltiger Geldanlage ins Leben zu rufen. Trägt sich "grünes" Investment und wie kann man eigentlich Geld nachhaltig anlegen?

Philip Spitz, geschäftsführender Gesellschafter von Murphy&Spitz antwortet auf einige dieser Fragen innerhalb eines Interviews:

Frage: "Herr Spitz, wie wird man eigentlich nachhaltiger Investor?" 

Philipp Spitz: "Aus der Feststellung heraus, dass Entwicklung nur durch Finanzierung möglich ist. Von der Erkenntnis, dass, entwicklungspolitisch gesehen, Hilfe zur Selbsthilfe nachhaltiger Probleme lösen kann als Almosen. Bis zur Überzeugung, dass der Aufbau von Industrie, von Lösungen zum Klimaschutz, die Entwicklung einer neuen, regenerativen Energiewirtschaft notwendig ist, sind es dann nur noch einige kleine Schritte. In der Vergangenheit hat sich ja gezeigt, dass neue große Projekte, sei es der Aufbau von Eisenbahnen, von elektronischer Datenverarbeitung, die Einrichtung von Telekommunikationsnetzen immer durch das Engagement von Investoren verwirklicht werden konnten.
In den 90er Jahren konnten wir das Entstehen kommerzieller Nutzung von Windenergie in Dänemark verfolgen. Hier bot sich die Gelegenheit aktiv an der Verwirklichung von Umweltschutzzielen mitzuwirken. Doch nicht alle der Ideen und Projekte von damals hatten Bestand - nur jene, die kommerziellen Erfolg versprachen, haben sich bis heute durchgesetzt."

Frage: "Welche Motivation hat Sie dann getrieben Ihre Geschäftsidee 1999 umzusetzen?"

Philipp Spitz: "Geld ist nur ein Hebel, wenn es zielgerichtet gelenkt wird. Zum Ende der 90er gab es kein Aktienportfolio, in das ich investiert hätte. Also lag der Schluss nahe, eins nach unseren Vorstellungen zu formen, als ich dann mit Andrew Murphy die Murphy&Spitz Umwelt Consult gründete."

Frage: "Finanzieren kann man, indem man Unternehmen frisches Kapital bereitstellt. Welchen Beitrag leistet dann der Handel von Aktien für Umwelt, Natur und Gesellschaft?"

Philipp Spitz: "Als wir die Umwelt Aktiendepots (UADs) ins Leben riefen, statteten wir sie mit Grundattributen wie Sicherherheit, Renditemöglichkeit und Flexibilität aus. Dabei war das UAD Deutschland von Beginn an auch als Investor für junge Unternehmen in Deutschland konzipiert, so dass wir immer auch ein Instrument zur Finanzierung von Ideen besaßen. Außerdem führen börsennotierte Unternehmen von Zeit zu Zeit Kapitalmaßnahmen durch, an denen wir uns durchaus mit den UADs beteiligten. Die Kurse am Kapitalmarkt bilden auch immer den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens ab. Hohe Kurse erhöhen die Reputation und die Bekanntheit von Unternehmen. Das hat indirekte Auswirkungen auf die jeweiligen Unternehmen und Branchen. Der Erfolg der Solarworld war sicherlich auch förderlich für die Solarbranche insgesamt.
Die Kommunikation mit dem Kapitalmarkt ist eine weitere Einflussmöglichkeit für Investoren und wir nutzen sie regelmäßig. Nehmen wir ein Beispiel: Wenn wir etwa überzeugt sind, das Biotreibstoffe nicht aus Palmöl hergestellt werden sollten auf Grund ökologischer Bedenken - wenn wir uns deshalb aus Unternehmen zurückziehen, die weiterhin Palmöl verarbeiten und das offen kommunizieren, dann hat das auch einen Einfluss auf andere Investoren und schließlich auch auf das Unternehmen selbst. Wenn wir mit Anfragen an Unternehmen herantreten, wenn wir unsere Ansichten mitteilen, dann ist das Feedback, das wir geben eine Art Transportmittel für unsere Werte. Und je transparenter diese Werte kommuniziert werden, desto größer ist deren Einfluss auf Markt und Gesellschaft."

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